Keine Volksverhetzung durch Verwendung des „Judensterns“ bei Eintrag im Facebook-Profil

Das Saarländische Oberlandesgericht hat entschieden, daß die Verwendung des „Judensterns“ unter Ersetzung des Worts „Jude“ durch die Wörter „nicht geimpft“, „AFD Wähler“, „SUV Fahrer“ und „Islamophob“ in einem öffentlich zugänglichen Facebook-Profil als Beitrag zur öffentlich geistigen Auseinandersetzung ohne das Hinzutreten weiterer Umstände nicht den Tatbestand der Volksverhetzung gemäß § 130 Abs. 3 StGB erfüllt, und … Weiterlesen

Datenschutzrechtliche Anordnung zur Einlagerung von Patientenakten

Eine „Verarbeitung“ gem. Art. 4 Nr. 2 DSGVO setzt eine Handlung im Sinne einer menschlichen Aktivität voraus. Die bloße Lagerung personenbezogener Daten, ohne dass mit diesen Daten „umgegangen“ wurde oder „umgegangen“ wird, stellt keine Verarbeitung in diesem Sinne dar. So entschied das Hamburgische Oberverwaltungsgericht (Beschluss vom 15.10.2020, 5 Bs 152/20) Aus den Gründen: Auch das … Weiterlesen

Unzulässiges Clickbaiting mit Promi-Bild

Die Nutzung des Bildnisses einer prominenten Person im Internet als „Clickbait“ („Klickköder“) ohne redaktionellen Bezug zu dieser greift in den vermögensrechtlichen Zuweisungsgehalt ihres Rechts am eigenen Bild ein. Eine prominente Person muss nicht hinnehmen, dass ihr Bildnis von der Presse unentgeltlich zur Werbung für redaktionelle Beiträge eingesetzt wird, die sie nicht betreffen. Aus den Gründen: … Weiterlesen

DSGVO: Ist unser Unternehmen überhaupt davon betroffen?

Ganz sicher. Den Anforderungen des Datenschutzrechts muss jedes Unternehmen genügen, das mit personenbezogenen Daten arbeitet. Unabhängig von seiner Größe. Personenbezogene Daten können Daten von Kunden, von Geschäftspartnern oder von Beschäftigten sein. Dabei ist der Begriff der personenbezogenen Daten so weit, dass darunter auch Daten fallen, die man herkömmlich als rein technische Daten betrachten würde, z.B. … Weiterlesen

Arbeitnehmereigenschaft von „Crowdworkern“

Die kontinuierliche Durchführung einer Vielzahl von Kleinstaufträgen („Mikrojobs“) durch Nutzer einer Online-Plattform („Crowdworker“) auf der Grundlage einer mit dem Betreiber („Crowdsourcer“) getroffenen Rahmenvereinbarung kann im Rahmen der nach § 611a Abs. 1 Satz 5 BGB gebotenen Gesamtbetrachtung zur Annahme eines Arbeitsverhältnisses führen, wenn der Crowdworker zur persönlichen Leistungserbringung verpflichtet ist, die geschuldete Tätigkeit ihrer Eigenart … Weiterlesen